Kinder sollten spätestens bis zum 5. Lebensjahr alle Laute der deutschen Sprache erworben haben und in Wörtern richtig anwenden können. Aus unterschiedlichen Gründen fällt die Artikulation einigen Kindern schwerer als anderen. In ihrem Sprachgebrauch wird deutlich, dass sie einen bestimmten Laut nicht aussprechen können oder innerhalb eines Wortes einzelne Laute "durcheinander bringen".
Störungen in der Aussprache zeigen sich, wenn ein Kind bestimmte Laute nicht oder sehr undeutlich aussprechen kann (z.B. bei dem "S", das so genannte "Lispeln"). Diese fehlende oder nicht "saubere" Umsetzung von Lauten wird auch als phonetische Störung bezeichnet.
Bei einer phonologischen Störung, kann es einem Kind beim Sprechen schwer fallen, einzelne Laute (z.B. das "K" in "Kuchen") korrekt einzusetzen. Das Kind lässt einzelne Laute aus und/oder ersetzt diese durch andere ("Kuchen" wird zu "Tuchen"). Manchmal werden auch ganze Wortteile verändert (z.B. "gegangen" wird zu "dedangen") oder gar komplett ausgelassen. Für andere Personen aus dem Umfeld des Kindes, wie z.B. für die Lehrer/innen in der Schule kann das Kind aufgrund seiner Artikulation schwer verständlich sein und dies zu Schwierigkeiten führen. Die abweichende Aussprache kann sich auf die Rechtschreibfähigkeiten des Kindes auswirken, da es die anders ausgesprochenen Laute nicht den richtigen Buchstaben zuordnet.