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Pragmatisch-kommunikative Fähigkeiten

Das soziale Verstehen und das soziale Interagieren über Sprache ist ein wesentlicher Baustein für erfolgreiches Lernen und angemessenes Verhalten in der Schule.

Einige Kinder und Jugendliche haben Schwierigkeiten in der Kommunikation, weil sie z.B. Humor, Ironie, oder Doppeldeutigkeiten nicht verstehen oder interpretieren können.

Viele Kommunikationssituationen und auch sprachliche Aufgabenstelllungen werden nicht verstanden, denn neben den rein inhaltlichen Aspekten einer sprachlichen Äußerung kommt es auch auf die Situation an, in der etwas gesagt wird. Auch der Einsatz von Mimik und Gestik kann die Aussage des Sprechenden verändern. Der Zuhörer muss in der Lage sein komplexe Aussagen zu interpretieren.

Diese umfassende Störung bleibt häufig unerkannt bzw. wird mit sozial-emotionalen Auffälligkeiten beschrieben.

Hinweise können sein, dass

  • Kinder z.B. beim Vorlesen nicht Zuhören mögen
  • Fragen ungenau beantwortet werden
  • Anforderungen fehlerhaft umgesetzt werden
  • unerwartete und ungewöhnliche Reaktionen erfolgen
  • Kinder sich an Gesprächen nicht beteiligen usw.

Empfehlungen zur Förderung kommunikativ-pragmatischer Fähigkeiten z.B. im Rahmen des Deutschunterrichtes können sein:

  • Gesprächsregeln entwickeln und einhalten
  • Sprechbeiträge und Gespräche situationsangemessen planen und durchführen
  • Verstehen und Nicht-Verstehen ausdrücken
  • Rollenspiele durchführen
  • Im Lernbereich Lesen und Schreiben Texte entsprechend planen, untersuchen und reflektieren usw.